Maike Wesa, geboren in den Achtzigern im schönen Rheinland. Nein, ich habe nicht gemalt, seit ich einen Stift halten konnte, dafür war ich lange zu faul. Dafür habe ich heute Ahnung von zigtausend anderen Sachen, die ich als Kind gemacht habe und von denen ich heute sehr profitiere.
Angefangen habe ich mit dem Zeichnen, da war ich Anfang 20, und da auch erst, als ich eine Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin anfing und dann zeichnen musste. Ich hielt mich eigentlich für ziemlich untalentiert. Und wie das schon mal so ist, schleicht man jahrelang drumherum und irgendwann merkt man, dass man besser wird und dann fängt es erst an, Spaß zu machen.

Dafür bin ich Stand 2018 nun volle zehn Jahre Kinderbuchillustratorin und das mit wachsender Begeisterung und nahezu im Privatkundenbereich und für Unternehmen, allerdings nicht für Verlage. Ich finde, Verlage mögen sich selbst zwar für so kompetent halten, dass sie ein gutes Manuskript nach den ersten Seiten erkennen, aber meine Erfahrung zeigt, dass sie von wirklich zu vielen guten Geschichten zu weit weg sind. Da freue ich mich dann, das die AutorInnen mir da vertrauen und ich diese tollen, privat geschriebenen Geschichten eher lesen und oft auch bebildern darf.

Nein, Harry Potter habe ich nie gelesen und ich springe auch nicht auf jeden Illustrationstrendzug auf, das würde den Geschichten nicht gerecht.

Außerhalb von Illustrationen für Kinder brenne ich für Environmental Design und generell alles, was sich illustrieren lässt, ich mag Technik und arbeite gern auf meinem großen Cintiq-Display und wenn das mal Pause hat, baue ich mit meinen Kindern ganze Universen aus Lego um die Wette. Da stehen dann der Flughafen neben dem Schwimmbad und dem Einkaufszentrum, direkt auf einer Papierbahn alter Tapete mit aufgemalten Straßen, außerhalb befindet sich der Märchenwald aus frisch gepflücktem Moos und Spielzeugpferden. Hauptsache, das Ganze nimmt kein Ende.